Mittwoch, 17.01.2018  |

Aktuell

115 Jahre Christliche Notgemeinschaft

Einer der größten Vereine Mendens informiert neu über seine Arbeit

Der Vorstand der Christlichen Notgemeinschaft (v.l.n.r.): Monika Mellmann, Martin Ostermann, Sylvia Swora, Peter Brunswicker, Elisabeth Rudolphi und Wolfgang Lück. Foto: privat

Menden. Mit rund 15.000 Mitgliedern ist sie eine der größten Vereinigungen der Hönnestadt – doch viele, vor allem jüngere Mendenerinnen und Mendener, haben noch nie etwas von ihr gehört: Die Christliche Notgemeinschaft, vielen auch unter dem Namen „Leuchterverein“ bekannt, sorgt seit 115 Jahren für die Hinterbliebenen ihrer verstorbenen Mitglieder und bietet finanzielle Hilfe im Sterbefall. Mit einer neuen Website und Flyern informiert der Verein daher nun aktiv über seine Arbeit.

„Bevor Ende des 19. Jahrhunderts erste soziale Absicherungen eingeführt wurden, standen Familien oftmals vor dem Nichts, wenn der Ernährer gestorben war“, erklärt der 1. Vorsitzende Martin Ostermann die damalige Motivation zur Vereinsgründung. „In dieser Zeit unterstützten sich die Nachbarn gegenseitig, um die Not zu lindern.“ Aus der formlosen Nachbarschaftshilfe wurde dann im Jahr 1902 die Christliche Notgemeinschaft Lendringsen, Oesbern, Menden und Umgebung.

Seit 115 Jahren stehen die Mitglieder des Vereins einander bei und leisten im Todesfall finanzielle Unterstützung für die Hinterbliebenen. Derzeit beträgt die Auszahlung im Sterbefall 2.100 Euro – auch in der heutigen Zeit eine große Hilfe für die hinterbliebene Familie. Dabei unterscheidet sich das ursprüngliche Anliegen, helfen zu wollen in der Not, wesentlich von der Intention einer Sterbeversicherung: Die Mitglieder der Christlichen Notgemeinschaft spenden im Todesfall eines Mitgliedes einen Betrag, derzeit 17,5 Cent, der in der Umlage- und Unterstützungsordnung des Vereins festgelegt ist. Die Anzahl der Sterbefälle bestimmt daher, wie hoch der monatliche Beitrag der Mitglieder ist. Mitglied werden kann jeder Mendener im Alter von 14 bis 39 Jahren, die Konfession oder Glaubenszugehörigkeit spielt dabei keine Rolle.

Oft kommt gegenüber Mitgliedern der Gemeinschaft die Frage auf, woher denn der Name „Leuchterverein“ stamme. Elisabeth Rudolphi, die gemeinsam mit Monika Mellmann die Büroarbeit des Vereins leistet, erläutert dazu: „Wenn in früherer Zeit ein Sterbefall eintrat, hatten die Angehörigen kein Geld, um die Beerdigungskosten zu bestreiten. Die Beschäftigten des Lendringser Industrieunternehmens Puddelhammer unterstützten sich daher gegenseitig: Im Todesfall eines Mitarbeiters oder dessen Ehefrau führten sie eine Sammlung durch, um den Hinterbliebenen zu helfen. Zudem schafften sie einige Laternen an, die bei den Beerdigungen als Symbol des Ewigen Lichtes mitgetragen wurden. Daraus entstand der Name Leuchterverein.“

Die Laternen existieren übrigens immer noch und können auf Wunsch ausgeliehen werden. Derzeit sind sie in der Friedhofskapelle in Lendringsen und in der Kirche St. Aloysius in Oesbern aufgestellt. Weitere Informationen über die Christliche Notgemeinschaft und die Möglichkeiten, Mitglied zu werden, gibt es auf der neu gestalteten Website des Vereins: www.christliche-notgemeinschaft.de.


 

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