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Gut Rödinghausen erhält Spende von 100.000 Euro

Sollte eigentlich 2017 schon fertig renoviert sein: Gut Rödinghausen

Menden. Rolf Klostermann, Ortskurator Sauerland der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), besucht gemeinsam mit Rüdiger Beul von WestLotto am Donnerstag, den 30. November 2017 um 16.00 Uhr den Ersten Beigeordneten der Stadt Menden, Sebastian Arlt. Die Stiftung unterstützt die Innenrestaurierung des Haupthauses von Gut Rödinghausen dank der Lotterie GlücksSpirale in diesem Jahr mit 100.000 Euro, und die Besucher möchten sich gerne bei einem Presse- und Fototermin einen Eindruck vom Fortschritt der Arbeiten machen.

Erst 2015 wurde die Fachwerksanierung mit einer 70.000 Euro Spende von der Stiftung gefördert.

 

Info

Das Gut war der Stammsitz der Freiherren von Dücker. 1744 hatte Johann Heinrich Freiherr von Dücker in Rödinghausen eine Eisenschmelzhütte errichtet. Hier durfte er ab 1745 nach Belehnung durch den Erzbischof von Köln, seinen Landesherrn, Eisenstein aus den umliegenden Bergwerken zu Eisen verhütten. Es entstand ein Unternehmen der Stahlindustrie, das später nach Schwerte verlegt wurde. Die Freiherren von Dücker wurden im 18. und 19. Jahrhundert zu Industriepionieren, errichteten die ersten Frischhämmer Westfalens und führten das Walzprinzip und das Puddelverfahren in der Region ein. Auch der Erfinder der Drahtseilschwebebahn, Franz Fritz von Dücker, wurde 1827 auf Gut Rödinghausen geboren.

Umgeben von einem an den Fluss Hönne angeschlossenen Grabensystem und einem historischen Landschaftspark mit wertvollem alten Baumbestand, entstand 1807 Haus Rödinghausen vermutlich auf den Resten eines älteren Vorgängerbaues. Das stattliche, klassizistische, langgestreckte, zwei- und dreigeschossige fachwerksichtige Herrenhaus erhebt sich auf einem unterkellerten Werksteinsockel in elf symmetrischen Achsen. Hochrechteckfenster und ein ursprünglich rot gefasstes Fachwerkgerüst mit gegenständigen Geschossstreben gliedern die Fassaden. Die Schauseite wird in der Hausmitte von einem Zwerchhaus mit Dreieckgiebel und doppelflügeligem Portal mit Oberlicht betont. Eine Wappentafel von 1698 ziert das Portal und stammt vom Vorgängerbau. Ein hohes Mansarddach mit Dachhäuschen deckt das Haus. Im Inneren haben sich die originale hölzerne Ausstattung sowie bauzeitliche Türen, Fenster und Treppen erhalten.

Das landschaftsprägende Herrenhaus hat aufgrund seiner weitgehenden Originalsubstanz besonderen architektonischen und hauskundlichen Wert. Es dokumentiert die repräsentative Lebensweise einer Industriellen- und Adelsfamilie zu Beginn des 19. Jahrhunderts und ist seit 2015 eines der über 420 Projekte, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.


 

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