Mittwoch, 17.01.2018  |

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Kompromiss im Streit um die Bäume in der Ostmarkstraße

Fröndenberg. Im seit Jahren schwelenden Streit um die Bäume in der Ostmarkstraße bahnt sich eine Kompromisslösung an: Bei einem Ortstermin am vergangenen Donnerstag (14.12.17) mit Vertretern des Kreises Unna, der Stadtverwaltung, Anwohnern und Politikern der CDU, FWG und Grünen kreiste zwar nicht die Säge – aber sprühte die Farbdose. Sieben Bäume sind seitdem mit roter Farbe markiert.

Die Gruppe, die sich auf Einladung von Peter Driesch (Kreis Unna) und Martin Kramme (Stadt Fröndenberg) und auf Initiative der CDU- und FWG-Fraktion im Stadtteil Westick traf, ging die Bürgersteige ab – so gut es dort eben geht. Die prächtigen Linden haben im Laufe der Jahrzehnte beachtliche Ausmaße angenommen. An diesen Stellen kann ein einzelner Fußgänger den Bürgersteig nutzen. Aber ein Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen muss auf die Fahrbahn ausweichen. 

Zur Fällung markiert. Foto: privat

Wie dramatisch die Situation in der Ostmarkstraße ist, zeigte sich am Donnerstag einmal mehr recht deutlich, als auch die Abordnung beim Inspizieren der Bäume vom immensen Durchgangsverkehr ständig gefährdet wurde. Laubfall, Astbruch, Verschattung und die verengten Bürgersteige waren in der Vergangenheit immer wieder Streitpunkt zwischen Anwohnern und Behörden. Einen Antrag auf Fällung sämtlicher 27 Linden von Seiten der Stadt, im Bereich Westick insgesamt 90, hatte der Kreis Unna abgelehnt. Schließlich sammelte die Fröndenberger CDU-Fraktion, unterstützt von den Freien Wählern, ihrerseits zahlreiche Unterschriften und stellte im Oktober ebenfalls einen Antrag auf Fällung – gerichtet an Landrat Makiolla und Dr. Timpe von der Kreisverwaltung. Dieser bekam ebenso einen ablehnenden Bescheid mit derselben Begründung, enthielt aber den Passus: „Unabhängig von der Ablehnung des Antrags der Stadt Fröndenberg bin ich gerne zu Gesprächen darüber bereit, wie die von Ihnen und von Anwohnerseite vorgebrachten Probleme mit der Allee durch welche anderen Maßnahmen gemindert werden können.“

Dieses Entgegenkommen, vorgetragen von Bettina Hartwig-Labs (CDU) am 30.11. im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU), ließ sowohl Fachbereichsleiter Kramme als auch die zuständigen Bürgervertreter hoffen – und den kurzfristigen Ortstermin anberaumen. „Ich habe Bauchschmerzen mit der Vorstellung, alle Bäume dieser Straße fällen zu lassen“, betonte CDU-Fraktionschef Gerd Greczka zu Beginn der Inspektion vor Ort, „aber ein Kompromiss für die Anwohner muss möglich sein, wenigstens durch einige Bäume. “Dieser fand sich bei besonders schmalen Durchgängen auf den Gehwegen, mit massiver Unterschreitung der DIN-Durchgangsbreite von 90 Zentimetern; ebenso wie an unübersichtlichen Zufahrten an Straßen und Grundstücken. Unter der Aufsicht des Beigeordneten Günter Freck, Fachbereichsleiter Martin Kramme und Peter Driesch vom Kreis wurden nach intensiver, mitunter kontroverser Diskussion sieben besonders kritische Linden „angekreuzt“.

Manch buckeliges Gehwegpflaster, angehoben und wellig durch die starken Baumwurzeln, erhielt auch einen „Marker“ – hier soll die Stadt durch bauliche Maßnahmen für einen sicheren Durchgang sorgen. „Ein Anfang ist gemacht. Nun warten wir ab, wann es weitergeht“, freuten sich Richard Grünewald und Theo Schmücker, die sich seit Jahren federführend für die Anwohnerinteressen einsetzen. Sollten die sieben Linden demnächst fallen, wäre das ein kleiner Erfolg und tatsächlich „gangbarer“ Kompromiss – darin waren sich alle Beteiligten einig.


 

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