Dienstag, 12.12.2017  |

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Apotheken im Märkischer Kreis schützen vor Diabetes

Viele wissen nichts von Erkrankung

Märkischer Kreis. Mit rund 6,7 Millionen Betroffenen in Deutschland gehört Diabetes mellitus zu den häufigsten chronischen Krankheiten. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann es zu schweren Folgeschäden wie Erblindungen, Nieren- und Nervenschäden, Schlaganfällen oder Herzinfarkten kommen. „Allerdings gibt es immer noch viele Betroffene, die gar nicht wissen, dass sie erkrankt sind“, warnt Till Ossenkop, Vorsitzender der Bezirksgruppe Märkischer Kreis-Nord des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe anlässlich des Welt-Diabetestages am kommenden Dienstag (14. November). Dabei gibt es für eine Erkrankung deutliche Warnzeichen.

„Übergewicht und Bluthochdruck sind die klassischen Risikofaktoren für den häufigen Typ-2-Diabetes“, sagt Ossenkop. Auch vermehrter Durst und Harndrang, trockene Haut, starker Juckreiz und allgemeine Abgeschlagenheit können auf Diabetes deuten. Weitere Hinweise seien unbeabsichtigte Gewichtsveränderungen und schlecht heilende Wunden. In einigen Fällen sei auch eine familiäre Häufung der Erkrankung festzustellen.

„Zur Ersteinschätzung sollten Patienten ihr Typ-2-Diabetesrisiko in der örtlichen Apotheke bewerten lassen“, rät Ossenkop. Dort können Blutdruck oder Blutzuckerspiegel gemessen werden. Für möglichst genaue Blutzuckerwerte empfiehlt es sich, nüchtern und möglichst am Morgen in die Apotheke zu kommen. „Zeigt die Untersuchung Auffälligkeiten, verweist der Apotheker an den Arzt, der weitere Tests durchführen und die richtige Therapie einleiten kann.“

Zur Vorsorge empfehlen die örtlichen Apotheken eine jährliche Blutzuckermessung, wenn keine anderen Beschwerden auf eine Diabeteserkrankung hindeuten. „Auch wenn es manch einer nicht mehr hören mag, bleiben gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung doch der wirksamste Schutz gegen Diabeteserkrankungen“, so Ossenkop.

Hintergrund: Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2

Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit. Dabei zerstört das eigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Die Folge ist ein Insulinmangel. Die Krankheit tritt oft bereits im Jugendalter auf.

Beim Typ-2-Diabetes, der rund 90 Prozent der Erkrankungen ausmacht, reagieren Körperzellen zunehmend resistent auf Insulin, das den Blutzuckerspiegel kontrolliert. Zur Gegenregulation produziert die Bauchspeicheldrüse noch mehr Insulin, was jedoch die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Hormon weiter beeinträchtigt. Am Ende dieses Teufelskreises kann die Insulinproduktion völlig versagen.


 

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